Glossar: Wolf

Der Wolf in seiner Bedeutung und Symbolik

Der Wolf ist ein besonderes Krafttier, das die Menschen überall, wo er vorkommt, in den Bann zieht. Im Alten Ägypten war der wolfsähnliche Thoth der Seelenführer, den Indianern gilt der Wolf als spirituelles, heiliges Tier und Bruder bei der Jagd. In der nordischen Mythologie finden wir den Fenriswolf, welcher im Zusammenhang mit dem Weltuntergang die Götter vernichten wird, während die Wölfin der Antike Romulus und Remus groß zog. Die Bibel sieht im Wolf vor allem eine Gefahr, die ihren Höherpunkt im Aberglauben an den Werwolf findet.

Durch seine enge Verwandtschaft zum so beliebten Haushund, fühlen sich insbesondere Hundehalter natürlich auch vom Wolf fasziniert. Er ist auch eines der wenigen Tiere, welches man im Deutschen als Vornamen tragen kann. Der Name “Wolf” steht für Klugheit und Stärke.

Vor der Entwicklung der Land- und Weidewirtschaft war der Wolf tatsächlich das am weitesten verbreitete Landsäugetier der Erde (Wikipedia). Durch Vernichtung der Lebensräume und systematischer Verfolgung wurde er in einigen Teilen der Welt ganz ausgerottet. Mittlerweile steht der Wolf in vielen Ländern unter Schutz, was jedoch auch keine unumstrittene Begeisterung hervor ruft.

Das Faszinierende an den Wölfen geht zweifelsohne auch von ihrem ausgeprägten Sozialverhalten aus. Sie bilden Familienrudel mit meist ca. 10 Tieren, die aus einem Elternpaar und deren Nachkommen bestehen. Zwischen den Wölfen herrschen komplexe Beziehungen, sie jagen gemeinsam und das Rudel beansprucht natürlich sein eigenes Revier.

So war die Beziehung des Menschen zum Wolf ursprünglich von einer gewissen Ehrfurcht geprägt. Ein Konkurrent bei der Jagd, den man nicht nur fürchtete, sondern auch bewunderte und mit dem ein tapferer Krieger sich gern identifizierte. Nicht nur in Ägypten trug er die Aufgabe des Seelenführers. Der Wolf wurde durch auch gern mit der “Urmutter” identifiziert. Auch in Deutschland galten verschiedene Teile des Wolfes als heilkräftig.

Die zunehmende Ausbreitung des Menschen ließ den Wolf allerdings zur Bedrohung werden und so wandelte sich auch sein Bild. Aus Ehrfurcht wurde Angst wurde Dämonisierung. Wir finden den “Wolf im Schafspelz” und Märchen wie “Rotkäppchen und der (böse) Wolf.”

Die Sage des Werwolfs geht sehr weit zurück. Bereits im Gilgamesch Epos findet sich eine Stelle, in der die Göttin Istar einen Schäfer in einen Wolf verwandelt. In der griechischen und auch in der nordischen Literatur finden sich Texte, die von zeitweisen Verwandlungen von Menschen in bösartige Wölfe berichten. Möglicherweise sind diese Erzählungen von Tollwut-Kranken inspiriert, denn die Tollwut wurde meist durch einen Wolfsbiss ausgelöst.
Zeitlich fiel die Verfolgung der Wölfe eng mit den Hexenverfolgungen des Mittelalters zusammen, so dass in Gegenden, die unter den Wölfen litten – passenderweise nicht nur Hexen-, sondern auch Werwolfprozesse statt fanden.

Nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Teilen der Welt hängt die symbolische Bedeutung des Wolfes eng mit den Erfahrungen zusammen, die die Menschen mit ihm gemacht haben. Bleibt er ein Begleiter in der Ferne, wird der Wolf gerne als heiliger Schutzgeist gesehen. Wenn die Nähe zwischen Wolf und Menschen allerdings größer wird, dann reißt das Raubtier Vieh und wird als sehr grausam und furchterregend empfunden. Denn Wölfe töten leider nicht selten ganze Herden (“Surpluskilling”).
Vermutlich begründet sich dies darin, dass beim Wolf das Fluchtverhalten der Beute “automatisch” einen Angriff auslöst. In der freien Natur ergibt sich selten Gelegenheit mehr als ein Tier zu erbeuten, denn der Moment, in dem das eine überwältigt wird – ermöglicht dem anderen die Flucht. “Ein fliehendes Tier dagegen wird selbst dann verfolgt, wenn die Wölfe soeben Beute gemacht haben und ein Huftier in der Nähe plötzlich die Flucht ergreift.” (Wikipedia) Von übrig gebliebenen Teilen legen die Wölfe sich Depots an.

Der Wolf als Symbol oder Krafttier erwartet Ehrfurcht, dann wird er seinem Träger treu ergeben all seine Stärke schenken. Er wird gern mit dem Mond in Verbindung (Mondwolf) gebracht und steht für Treue und Zusammenhalt in der Gruppe. Ein Wolf ohne Rudel ist ein “einsamer Wolf“. Wie der “Steppenwolf” von Hermann Hesse.

Als Schmuck wird der Wolf gern mit keltischen Elementen verknüpft und eignet sich auch sehr gut für Herren.

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