Kleine Schmuck-Philosophie

Warum lieben Menschen Schmuck?

Menschen lieben Schmuck schon seit sie auf diesem Planeten wandeln. Die frühesten Schmuckfunde datieren bereits aus der Steinzeit. Sobald die Menschen lernten, mit Metallen umzugehen, fingen sie an komplizierte Ketten und Ringe zu produzieren und teils mit schönen Steinen zu verzieren.

Die Faszination für Schmuck scheint ein Teil unseres Seins zu sein, der gemeinsam mit unserem Bewusstsein erwachte. Schmuck kann etwas in uns berühren.

Denn Schmuck ist emotional. Schmuck ist in der Lage, Schönheit auszudrücken. Und er hat eine sehr spirituelle Komponente.

Indem wir Schmuck verschenken, können wir symbolisch unsere liebevollen Emotionen an einen anderen weiter geben. Sei es, dass der Mann einer Frau (s)ein HerzHerz Das Herz ist ein sehr beliebtes Schmuck-Symbol. Es steht natürlich in erster Linie für die Liebe, welche das wichtigste der Herzgefühle bzw. höheren Emotionen ist, die alle ihren Ursprung im menschlichen Herzen haben. Weitere typische Herzgefühle sind beispielsweise Dankbarkeit, Mitgefühl, Freude, Freiheit, Leidenschaft, Geduld, Stärke, Lebensfreude und Vertrauen. Wir können nur ganz wir selbst sein, wenn wir unseren Geist mit dem Herzen vereinen und auch aus dem Herzen leben. Nach wie vor wenig bekannt ist die Tatsache, dass das Herz über eigene Neuronen und Erinnerungen verfügt (Herz-Gehirn) und ein starkes messbares Magnetfeld nach außen in den Raum abstrahlt. So verbindet es uns nicht nur symbolisch, sondern tatsächlich ganz real mit anderen. Ein starkes, universelles Symbol der Liebe! schenkt. Sei es ein Freundschaftsgeschenk oder ein Ausdruck von Mutterliebe.

Wenn der oder die Beschenkte das Schmuckstück dann auch trägt, bestätigt sie dem anderen seine Zuneigung und trägt sie zugleich in die Welt.

Mit Schmuck können wir also auch auf eine ganz dezente Art Emotionen nach außen tragen, indem das Schmuckstück, welches wir anlegen, zeigt, was uns wichtig ist oder wer wir sind.

Das Schmuckstück, welches wir tragen, kann aber auch eine ganz besondere Bedeutung für uns selbst haben und uns jedes Mal, wenn wir es spüren oder ansehen – an etwas Schönes erinnern.

Wir haben heute vielleicht ein wenig das Bewusstsein dafür verloren, wie essentiell die Schönheit im Leben für unser Wohlbefinden ist.

Eine Welt ohne etwas Schönes wäre vollkommen unlebenswert und es ist tatsächlich eine Fähigkeit besonderer Menschen, selbst in schwierigsten Situationen etwas Schönes zu finden. Denn es ist da. Überall. Auch auf der Müllkippe wird man eine Blume finden und ein jedes große Unglück trägt den Funken für einen wunderbaren Neubeginn bereits in sich.

Diese dem Sein überall inne wohnende Schönheit zu erkennen, ist ein Ausdruck von Liebe und Weisheit – die wir alle tief in uns tragen. Deshalb erschaffen wir gern schöne Dinge, deshalb verschönern wir gerne die Welt und deshalb fühlen wir uns auch in größter Trauer sofort besser, wenn wir etwas Schönes erblicken, das unser Herz berührt.

Schmuck ist etwas, das wir rational betrachtet – nicht „brauchen“. Er sichert nicht unser Überleben. Und doch haben die Menschen in ihren frühesten Zeiten bereits damit angefangen, aus den gleichen Materialien, die sie zum Jagen, fürs Essen oder zum Kriegsführen benötigten – auch Schmuck herzustellen.

Denn wir haben nicht nur einen Körper mit seinen Bedürfnissen. Sondern wir haben auch eine Seele, die dem nichts nachsteht.

Schmuck bringt die Fähigkeit mit sich, diese unsere beiden Teile ein wenig zu verbinden. Und das ganz unabhängig davon, ob man nun derjenige ist, der ihn erschafft, der ihn verschenkt – oder der ihn trägt.

Den einen könnte es ohne den anderen nicht geben.

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